Ich bin heute Früh um 5 Uhr morgens wach gewesen, einmal aufgrund von klingenden Handys und mich rum (ich weiß, NATUR!! 😀 ) und aufgrund der Kälte. Es waren wohl circa 4 oder 5 Grad.
Die Sonne kam gegen 6 so langsam raus und ich bin mit drei älteren Herrschaften losgelaufen. Man bedenke: der eine Typ mit der Glatze ist 55 Jahre alt und versucht den PCT zu gehen. Nicht schlecht! (Später muss ich jedoch herausfinden, dass zwei von denen zumindest für kurze Zeit aufgeben müssen und erst später zum Trail kommen.) Wir erklimmen große Anstiege und gehen nach etwa drei Stunden wieder herunter, in Richtung Lake Morena.
Toller See! Ich bin aber nicht hingegangen, weil ich keine Lust hatte bis ans Ufer zu humpeln und mich mit den ganzen Touristen dort zu begnügen ^^
Jedenfalls gab es dann erstmal Essen! Jawoll! Schmeckte dürftig haha 😀 Ich hatte ne Avokado und originale amerikanische Peanut Butter. Bitte nicht zusammen essen! Ist eher kontraproduktiv für die Verdauung, wie ich irgendwann später feststellen durfte.
Ich setzte meinen Weg fort und die Sonne fing an richtig krass zu brennen. Es war heute so heiß, dass ich mein Shirt komplett durchnässt habe (wie frisch aus der Wäsche, nur nicht so duftend 😉 ) Zum Glück traf ich auf Emma, einer Frau aus Frankreich. Da in uns beiden das grüne Blut fließt, hatten wir direkt ein paar Gesprächsthemen. Das lenkte ein wenig von der Sonne ab. Da ich einen mega Sonnenbrand an den Händen und Armen bekommen habe, habe ich mir trotz der Hitze eine lange, dünne und weiße Sportjacke angezogen. Die hat wenigstens einen Teil der Strahlung reflektiert. Wir liefen durch Gegenden, die den Anschein erweckten, in manchen Jahren extrem trocken zu sein. In diesem Jahr hat es jedoch deutlich mehr geregnet als sonst (Südkalifornien hat normalerweise sehr selten Regen). Dadurch sind die Pflanzen sehr grün geworden.
Wir machten irgendwann Rast an einem kleinen Fluss. Ich habe mir direkt nach dem Essen und Füße ins Wasser halten meine schmutzigen Haare gewaschen. Da ich Wascherde natürlichen Ursprungs benutze, kann ich das in die Natur lassen. Öko halt 🙂
Wir trafen auf einen Amerikaner (um die 25) namens Jordan. Sehr netter Kerl! Wir freundeten uns direkt an. Wir liefen zu dritt durch flache Ebenen mit viel Gras und weiten Steppen. Ab und zu standen am Wegesrand riesige Bäume, die viel Schatten spendeten. Nach einer gewissen Zeit erreichten wir den nächsten großen Anstieg. Es ging dann ziemlich nach Oben. Und die UV Strahlung der Sonne war umso heftiger. Krebsrot an den Armen und den Händen (ja ich habe Sonnenöl, aber zu spät aufgetragen) kamen wir an einer Wasserstelle entlang, einem wunderschönen Bergfluss mit glasklarem Wasser. Kurzerhand beschließen wir hier Wasservorräte aufzufüllen. Da es hier aber so schön war, wollten wir direkt hier schlafen. Später haben wir zu dritt in dem eiskalten Wasser gebadet (tolles Gefühl! Kann ich nur empfehlen, aber Zähne zusammenreißen).
Trotz all den tollen Ereignissen, gab es auch Probleme. So ist zum Beispiel beim Zeltaufbau ein Segment meiner Zeltstange gebrochen. Ich hoffe, das wird wieder (geklebt mit „Superkleber“). Ich warte bis morgen wegen trocknen. Ich habe mir so notdürftig und erfinderisch, wie ich halt sein kann, meine Treckingstöcke genommen und unter das Zelt als Stütze geschoben. Das scheint gerade zu halten. Aber es ist auch gerade so gut wie kein Wind hier. Dann bin ich noch auf eine herausragende spitze Wurzel getreten, die mir direkt ein kleines Loch in den Fuß gerammt hat. Aber halb so wild. Desinfiziert und abgeklebt. Fertig.
Da war ein Kolibrinest gleich um die Ecke mit zwei Eiern drin. Das Nest lag auf einem Kaktus (!) eingebettet. So etwas tolles und interessantes habe ich noch nie gesehen in freier Natur! 🙂
Die Frösche quaken lauthals, damit ich auch ja nicht einschlafe und schön erstmal den Blog fertigschreibe. Danke dafür ihr kleinen Lustmolche! Der Fluss plätschert angenehm im Hintergrund. Der Tag geht nun zu Ende. Morgen soll viel Regen kommen! Ich freue mich riesig! Trockene Klamotten sind nämlich überbewertet.










Das sind ja Eindrücke. Gemiesse diese Zeit. Wir sind im Geist mit Dir auf Reisen .
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Sieht ziemlich geil aus und liest sich auch so!
Hab Spaß und nimm dich vor den Lustmolchen in Acht 😂😁
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Happy trails!
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L’adresse de ma tante en Californie/Die Adresse meiner Tante in Kalifornien:
Madeleine Washington
1095 summerwie drive
San Jose californie
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“ Qui voyage jeune deviendra sage. “
? = “Wer jung reist, wird weise.“
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