Tag 25

Der Morgen war wieder einmal sagenhaft schön. Ich kam schnell in meine alte Routine herein. Aufstehen, alles einpacken, essen, Zähne putzen, Dehnen und los geht’s.

Alte und mächtige Bäume säumten unseren Weg und weitere Aussichtspunkte zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich.

Kurz nach dem Start haben wir zwei uns ersteinmal verlaufen. Nach cirka einer halben Meile auf dem Cougar Crest Trail, der uns zurück nach Big Bear führen würde, holte uns zum Glück jemand von hinten ein. Nach kurzem Gerede kam schnell heraus, dass wir zwei Pappnasen die falsche Abzweigung genommen hatten. Dafür hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf den Big Bear Lake und Bänke zum Ausruhen. Ich gab Jason etwas von meiner Rohkostschokolade ab. So saßen wir zusammen und aßen, während wir den strahlend blauen See und die schneebedeckten Berge dahinter auf uns wirken ließen.

Big Bear Lake

Der Wind blies uns angenehm um die verschwitzten Oberkörper. Ich sah heute eine Vielzahl an Vögeln, Schmetterlingen, Geckos und einige Streifenhörnchen. Immer wieder kommt mir der Gedanke, wie schön es doch ist, durch einen intakten Wald wie diesen zu wandern.

Unser Weg führte uns durch offenes Terrain. Hier wüteten cirka 2013 ordentliche Waldbrände und verwüsteten die Wälder. Heute stehen nur noch reliktartige Säulen aus verkohlten Baumstämmen da, mahnende schwarze Nadeln, die den Himmel piksen.

Feuer und Flammen wüteten hier

Wir bekamen wahnsinnig schöne Aussichten und konnten weit in die Ferne schauen. Ein Anblick, der uns beide in fassungsloses Staunen versetzte.

Mittagspause, Zeit zur Regeneration

Gegen Mittag haben wir uns in der Nähe einer Wasserstelle einen schattigen Platz gesucht und uns unter massive Bäume gelegt. Der Nachmittag war sehr heiß, doch gegen 15 Uhr beschloss ich dann allein weiterzumachen, Jason wollte noch eine Stunde länger schlafen. Wir machten uns einen gemeinsamen Treffpunkt für den Abend aus und ich ging wieder allein in die Natur hinaus.

Ich ging wieder hinunter in ein Flusstal, die Verbindung riss vollständig ab. Als ich an unserem ausgemachten Zeltplatz ankam, bemerkte ich eine Vielzahl an riesigen schwarzen Bienen, so groß wie Hummeln. Sie schwirrten um einen großen toten Baumstamm herum. Da mir das Ganze nicht geheuer vorkam, entschloss ich mich dazu, weiterzugehen. Jason hinterließ ich eine meiner Meinung nach unübersehbare Nachricht im Sand. Als wir uns später trafen, meinte er, er hätte nichts gesehen. Wer weiß, vielleicht hatte er kurz vorher zuviel geraucht. Naja. 😀

Nachrichtenübertragung ohne Internet oder Netz

Der Zeltplatz war riesig. Es gab jedoch auch hier Bienen, Feuerameisen und Mücken. Da der Platz jedoch riesig war, konnten wir etwas ausweichen. Es gab einen kleinen Wasserfall. Ich konnte mich nicht zurückhalten. Die Kühle des Wassers war mega erfrischend und ich fühlte mich lebendiger als jemals zuvor.

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