Tag 49

Nachts ereignete sich noch ein Beben, dass uns alle vier aus den Betten riss und nach draußen vor die Tür beförderte. Doch es verschwand so schnell, wie es gekommen ist. Noch halb am schlafen gingen wir zurück. Am nächsten Morgen fühlte es sich für uns mehr wie ein Traum an. Nach einem Traum, den wir gemeinsam träumten.

Gestern war Independence Day in den vereinigten Staaten. Und ausgerechnet an diesem Tag gab es das erste Erdbeben. Der Schock von gestern lag mir noch etwas in den Knochen. Der heutige Tag zog sich für mich ewig in die Länge. Ich hatte nur Motivation um gar nichts zu tun. Doch ich konnte mich für ein paar Dinge aufraffen, die erledigt werden mussten. Ich wollte beispielsweise meinen Einkauf tätigen. Ich hatte nichts mehr zu Essen und war schon am Hungern. Doch dann die große Ernüchterung: die Geschäfte waren in der ganzen Stadt geschlossen, aufgrund der Schäden. Es wurde auch eine Warnung für heftigere Beben ausgerufen. Es gab allerdings auch viele kleine Nachbeben. Zahlreiche Feuer sind in der Stadt ausgebrochen und die Supermärkte hatten teils krasse Schäden.

Also was tun? Ich bestellte mir zusammen mit ein paar anderen eine maßlos überteuerte Pizza, die nicht einmal besonders schmeckte. Und später fand ich auch heraus, dass man mich doppelt abkassiert hatte. Also hatte ich alles in allem um die fünfzig Dollar für einen Teigfladen und Gemüse bezahlt. Ich hoffe, dass sich die Bank darum kümmern kann, denn die netten Herren von der Pizzeria konnten da angeblich nichts tun. Natürlich nicht..

Die Anderen feierten ein bisschen den Unabhängigkeitstag nach und betranken sich recht ordentlich. Ich war jedoch mehr als müde.

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