Chester war schon ein seltsamer Ort. Viele Häuser, einschließlich der Grundschule und Kirche, waren aus Holz erbaut worden. Hier gab es eine große breite Straße, die sich durch den gesamten Ort zog. Da bliebt nur noch die Frage, was größer war. Chester oder dieser Highway?



Zero traf ein und zusammen beratschlagten wir uns, wie es weitergehen sollte. Wir wollten beide das Bestmögliche aus unserer Reise herausholen und so war es entschieden. Wir wollten nach Cascade Locks fahren, um von dort aus unseren Weg nach Kanada fortzusetzen. Der Ort liegt genau an der Grenze zu Washington. Schade, ich hatte ursprünglich gehofft die gesamte Strecke zu bewandern. Manchmal zwingen einen jedoch die Umstände dazu Entscheidungen zu treffen, zu denen man nicht immer bereit ist. Dennoch sind sie notwendig.
Ich deckte mich mit Nahrungsmitteln aus dem nächsten Supermarkt ein. Ich fand allerlei interessante Sachen, die ich vorher noch nicht hatte. Beispielsweise das getrocknete Meeresgemüse oder die Grünkohl-Cracker.

Der Plan war irgendwie nach Redding zu kommen, von dort aus würden wir mit einem Mietwagen gen Norden fahren. Busse gab es heute keine. Also versuchten wir zu trampen.

Zum ersten Mal hatten wir wirklich Probleme mitgenommen zu werden. Redding lag zwar ein gutes Stück entfernt, jedoch war die Anbindung direkt. Um so verwunderlicher, dass niemand anhielt. Stunden vergingen und als es bereits dämmerte, gaben wir das Unterfangen auf. Nachts war die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anhalten würde, noch geringer als tagsüber.

Auf der Straße war es heiß gewesen und die Warterei hatte uns ziemlich genervt. Ich wusch erstmal meine Kleidung in einem kleinen münzbetriebenen Waschsalon und ging danach zurück zum Zeltplatz. Morgen würden wir weitersehen.