Tag 21

Mein Tag begann 5:30 Uhr in der Früh. Es sollte ein wahnsinnig langer, wasserloser Teilabschnitt kommen, also nahm ich mir sicherheitshalber so viel mit, wie ich tragen konnte, also knapp sechs Liter. Mit diesem Gewicht auf dem Rücken und einer riesen Portion Vorfreude auf die kommenden An- und Abstiege, ging es los. Ich war allein und verlassen. Nein, ich habe die Zeit für mich genossen. Ich konnte viel Nachdenken und der Natur um mich herum lauschen.

Dennoch waren die Nadelwälder eher monotoner Art. Alles war extrem trocken und staubig. Was sich jedoch deutlich zum Positiven entwickelte, war das Klima. Hier oben auf über 2500 Metern ist die Temperatur milder und es wehen Winde. Das ermöglichte mir ein deutlich entspannteres Wandern.

Ich kam irgendwann an einem ehemaligen „Zirkustrainingslager“ für Tiere vorbei, mittlerweile ein gespenstisch verlassener Ort, der nun zu Verkauf steht. Menschen können grausam sein.

Ich plante heute nur bis Onyx Summit zu gehen und von da aus ein Stückchen weiter mein Zelt aufzuschlagen. Da mein Handy jedoch unterwegs den Geist aufgab, bin ich meilenweit zu weit gelaufen, insgesamt 28 Kilometer durch die Berge.

Wer klaut immer die Metallplättchen?

Und ehe ich es mich versah, war auch schon ein Zeltplatz eine Meile weiter erreichbar. Diesen nahm ich dann dankbar in Anspruch. Völlig fertig schlug ich mein Zelt auf, aß und zog mein Essen wieder an einem Baum hoch.

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